40 Jahre HSS-Straberg


Von Franz - Peter Schmitz und Josef Schmitz

 

Die sportlichen Aktivitäten begannen mit dem Bau des Schießstandes für Luftgewehr im alten Ulan. Wobei der Vereinswirt Josef Daverzhofen maßgeblich daran beteiligt war. Der erste regelmäßige Trainingsbetrieb war im Frühjahr 1966. Es waren 4 LG Stände auf 10m Entfernung. Damals wurden 3schüsse pro Scheiben abgegeben, Die LG Scheiben waren damals größer als heute. Es wurde nach dem Schießen diskutiert wie viele Ringe man geschossen hat. Diese angeregten Unterhaltungen fanden dann in der Gaststätte unten statt bei ein paar Bierchen und einem leckeren Schnitzel.

 

Jetzt zum ersten Vorsitzenden Adolf Fennert.

Er war ein Organisationstalent und hatte die nötige Ruhe um die Startschwierigkeiten zu meistern. Damals besorgte er sich schon Bücher über dass sportlich Schießen von sowjetischen und amerikanischen Spitzenschützen. Diese Tipps wurden auch teilweise angenommen und so stellte sich schnell der Erfolg der HSS - Straberg heraus.

Woraus dieser sportliche Erfolg kam.

Es herrschte Trainingseifer und Kameradschaft auch wenn mal einer nicht so gut geschossen hat. Er wurde nicht fertig gemacht, sondern im Training wieder aufgebaut damit es beim nächsten Wettkampf wieder besser wird. Es gab keine Prügelknaben und keine Vereinsmitglieder mit Starallüren. Man war ein Team!

 

Dieses Team setzte sich aus den Männern der ersten Stunde zusammen. 

Adolf Fennert, Hans-Josef Neuen, Breuer Heinrich, Breuer Peter, Franz –Walter Dankau, Grips Heinz, Schmitz Franz-Peter und Zaum Hans-Willi.

 

Sie bestritten auch im Jahre 1967 die ersten RWK im Rheinischen Schützenbund im Kreis Neuss. Das die Sportschützen Straberg immer ein eigener Verein und nie ein Anhängsel der Bruderschaft Straberg war, war manchmal ein Problem. Denn alle Sportschützen waren auch Mitglieder der hiesigen Bruderschaft und schossen auch für diese die Rundenwettkämpfe im Bezirk Nettesheim.

 

Einen harten Niederschlag gab es erstmals 1969, als Adolf Fennert sich plötzlich als Vorsitzender zurückzog und aus dem Verein austrat.

Wie sollte es weitergehen?

Man wählte Hans-Josef Neuen in einer eilig zusammengerufenen Versammlung zum kommissarischen Vorsitzenden. Er wurde später bei einer Mitgliederversammlung zum Vorsitzenden der HSS – Straberg gewählt.

Damit war er der 2. Vorsitzender des Vereins. Unter seiner Führung ging es weiter bergauf, sportlich und auch mit neuen Ideen.

So stand 1969 in der Presse, dass die Gemeinde Straberg ein Sportplatzgebäude mit Schießstand plane.

Wie das so ist, Ideen sind da aber die nötige finanzielle Unterstützung kam erst Ende 1972. Der kombinierte LG und KK Stand wurde im Frühjahr 1973 begonnen. Angefangen mit der Rodung des Waldes und der Anschüttung des Erdwalls für die 8 KK Bahnen und 10 LG Stände. Die Auflage der Zuschüsse war, so viel wie möglich in Eigenleistung zu erstellen, was für die Straberger ja nie ein Thema.

Hier bei uns im Dorf wird immer alles mit viel Eigenleistung erbracht. Diese Arbeiten dauerten bis Ende 1973.Im Frühjahr 1974 wurde der Innenausbau in Angriff genommen und den Ausbau der KK Bahnen weiter betrieben. Die offizielle Übergabe des neuen LG und KK Standes erfolgte am 13.07.1976.

Am 22. Mai 1978 wurde erstmals eine Vereinssatzung aufgestellt.

Man war überglücklich und dachte jetzt haben wir alles das was wir benötigen für die nächsten 30 – 40 Jahre. Pustekuchen!!! Es stellten sich sportlich Erfolge ein und die Mitgliederzahl erhöhte sich. Der Aufenthaltsraum wurde schnell zu klein. Wenn die gegnerischen Mannschaften ihr Sportzubehör auspackten, war kein Platz mehr vorhanden. Es fehlte auch an einem Geräteraum. Das wurde natürlich auch wieder in Eigenleistung, im Herbst 1980 in Angriff genommen. Jetzt haben wir wirklich Platz für Gäste hieß es, was wollen wir noch mehr. Wir alle waren Stolz über diese Vergrößerung, jetzt können wir auch ein Gästeschießen durchführen.

 

Zum 25jährigen Jubiläum kamen zahlreiche Politiker und Gönner des Vereins, und viele andere Schießsportvereine. Damals wurde das Jubiläum im hiesigen Schützensaal abgehalten, woran man erkennen kann, dass es keine großen Unstimmigkeiten mit der Bruderschaft Straberg gab .

Hans-Josef Neuen kreierte zum Jubiläum ein schießen für Jedermann, dass erstmals 1991 auf dem KK Stand abgehalten wurde. Hier wurde nicht nur sein geliebter Schießsport allen zugänglich, sondern es brachte auch noch Geld in die Vereinskasse. Dieses Schießen, heute unser Brezelschießen, ist bis heute ein Bestandteil des Schießvereins.
Ü
brigens das nächste Brezelschießen ist am
14.12.2008.

Wir hoffen das bei diesem Jubiläumsschießen genau so viele Freunde da sind wie heute bei unserer Feier.

Das wäre ein toller erfolg für diese Veranstaltung.

 

Ab dem Frühjahr 1992 begann leider wieder eine Durststrecke für die HSS – Straberg. Ihr Vorsitzender Hans-Josef Neuen erkrankte.

Aus diesem Grunde führte, Josef Schmitz, die Vereinsführung kommissarisch weiter.

Am 24.10.1993 wurde Josef Schmitz auf der Mitgliederversammlung zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der Verein hatte damals 56 Mitglieder.

 Beim Amtsgericht Neuss stellte man fest, dass wir kein e.V. waren und unsere damalige Satzung nicht Ordnungsgemäß war. Wir erstellten eine neue Satzung und wurden ein eingetragener Verein.

 

Bei der KK Standabnahme durch die Kreispolizeibehörde Neuss wurden wir abermals geschockt.

Der KK Stand wird geschlossen!!! Grund: erhebliche Baumängel!

 

Nach Absprache mit dem Herrn Leichter bekamen wir noch einmal die Erlaubnis KK Wettkämpfe zu schießen. Am 06.09.1994 bekamen wir die Genehmigung von der Stadt Dormagen dem KK Stand umzubauen. Wie sollte es anders sein? Wieder mit viel Eigenleistung. Die Stadt Dormagen unterstützte uns mit Materialkosten von 22000 DM. Die Einweihung des KK Standes fand wieder mit einem Preisschießen für Jedermann am 22.10.1995 statt.

 

Nach dem gelungenen Neubau unserer KK Abdachung kam die Überlegung erstmals 1996 auf, einen neuen LG Stand zu bauen. Es wurde eine Bauanfrage am 23.10.1996 gestellt. Der neue Schießstand sollte 15 x 12m groß werden. Die Mitgliederzahl war inzwischen auf 75 Personen angestiegen. Es stellten sich weitere sportliche Erfolge ein

 

Unser Aushängeschild, die
1. LG Mannschaft schoss in der Landes-Oberliga.

Aus diesem Grund benötigten wir ein Auswertegerät.  

Diese DISAG Auswertmaschiene kostete 4.950 DM; ein ganz schöner Batzen für unsere Vereinskasse im Jahre 1999. Aber auch hier beteiligten sich  Straberger Vereine dieses Geld zu bekommen.

 

Den neuen LG Stand hatten wir ja auch noch nicht aufgegeben.
Bei den ersten Kostenschätzungen unsererseits 360.000 DM

Zuschuss der Stadt Dormagen 90.000 DM.

 

Unser damaliger Bürgermeister Heinz Hilgers genehmigte den Schießstandbau am 16.12.1998. Wie ihr alle wisst wurde wieder alles in Eigenleistung erbracht .Heute sind wir froh, dass wir unser 40jähriges Jubiläum auf dem Schießstand mit Euch allen feiern dürfen.

Die Mitgliederzahl ist auf 93 Personen gestiegen.

Wir vom Vorstand freuen uns, dass so viele Vereinsmitglieder heute hier erschienen sind. Natürlich hoffen wir auch, dass wieder neue Jugendlich zu uns stoßen und unsere aktive Jugendabteilung unterstützen.

 

Ein Vorsitzender ist nichts, ohne einen guten Vorstand. Darum möchte ich mich hiermit bei allen Vorstandkollegen für die geleistete Arbeit bedanken. Und bei allen Vereinsmitgliedern für die Unterstützung des Vorstandes.

 

 


Übrigens: Das Vereinswappen wurde von unserem
1. Vorsitzenden Adolf Fennert entworfen.